Rauchens hat sich in fast jedem Bereich Ihrer alltäglichen Existenz
festgesetzt. Vielleicht erlauben Sie eines Tages der Selbstgefälligkeit, die
Lücke einzunehmen, welche die Sucht und die damit zusammenhängenden
Gewohnheiten hinterlassen haben. Dies geschieht, indem Sie die
monumentale Kraftanstrengung und die bedeutende Leistung gering
schätzen, mittels derer Sie die Sucht besiegt haben und
nicht mehr rauchen.
Selbstgefälligkeit führt dazu, dass Sie nicht mehr auf der Hut sind, und Sie
vergessen vielleicht, warum Sie damals aufhören wollten. Sie werden nicht
mehr erkennen, wie viele große Verbesserungen in Ihrem körperlichen,
sozialen und wirtschaftlichen Wohlbefinden mit dem Aufhören einhergingen.
Irgendwann ist vielleicht das Rauchen Teil ihrer fernen Vergangenheit
geworden, die nichts mehr mit Ihrem derzeitigen Leben zu tun haben scheint.
Dann wird zu einem Gedanken an eine Zigarette die Gelegenheit
dazukommen, scheinbar „unschuldig“ zu einer zu greifen. Vielleicht geschieht
dies unter unwichtigen Umständen, oder vielleicht auch während einer echten
Lebenskrise. Wie dem auch sei, alle Elemente sind da. Motiv, Grund und
Gelegenheit stehen Gewehr bei Fuß, das logische Denken und das Wissen
über die Sucht sind gerade nicht am Platz. Sie nehmen einen Zug.
Jetzt bestimmen neue Regeln Ihr Leben. Ihr Körper verlangt nach Nikotin.
Ein vorherbestimmter Prozess wird in Gang gesetzt und selbst, wenn Sie sich
nicht darüber im Klaren sind, was hier passiert ist, hat ein Drogen-Rückfall
stattgefunden. Ihr Bedürfnis und der dringende Wunsch, das Erlebte
ungeschehen zu machen, werden durch das Verlangen des Körpers nach
Nikotin überwältigt. Über den physiologischen Prozess, der soeben begonnen
hat, haben Sie keine Kontrolle mehr. Bald wird Ihr Kopf den Forderungen des
Körpers nachgeben.
Sehr wahrscheinlich empfinden Sie nun großes Bedauern und haben
Gewissensbisse. Ein überwältigendes Gefühl von Versagen und Reue wird
Sie heimsuchen. Bald werden Sie sich nach den glücklichen Tagen
zurücksehnen, an denen Sie kaum noch an Zigaretten gedacht haben. Mit der
Zeit wird die Erinnerung an diese Tage verblassen. Es vergehen Wochen,
Monate oder gar Jahrzehnte, bis Sie noch einmal die Entschlusskraft
aufbringen, den Prozess des Aufhörens durchzustehen. Traurig ist, dass Sie
vielleicht nie wieder die erforderliche Stärke, Motivation oder –
tragischerweise – die Gelegenheit haben werden, noch einmal mit dem
Rauchen aufzuhören. Die Diagnose einer unheilbaren Krankheit oder ein
plötzlicher Tod können den schönen Plan durchkreuzen, der dann nie mehr in
die Tat umgesetzt werden kann.
Lassen Sie es nicht darauf ankommen, dass Sie in diesem traurigen und
trostlosen Szenario eingefangen werden. Bemühen Sie sich aktiv, erfolgreich
rauchfrei zu bleiben, und nehmen Sie all die damit verbundenen
Vergünstigungen mit: die körperlichen, emotionalen, wirtschaftlichen,
beruflichen und sozialen Vorteile, die es mit sich bringt, wenn man kein aktiver
Raucher mehr ist. Beginnen Sie jeden Tag mit „Heute werde ich nicht
rauchen!“. Beenden Sie Ihren Tag immer mit einer Selbstbestätigung und
einem Gefühl des Stolzes über die vollbrachte Leistung, wieder einmal den
täglichen Kampf mit Ihrer Sucht gewonnen zu haben. Und zwischen dem
Aufwachen und dem Einschlafen denken Sie immer daran: Nie wieder einen
einzigen Zug!
