verdammten Schlüssel dafür, dass sie verschwunden sind. Als nächstes fängt
sie an zu feilschen: „Wenn ich diese Schlüssel jemals wieder finden sollte,
werde ich sie nie wieder verlegen. Ich werde sie an einem schönen, sicheren
Platz ablegen.“ Fast schon bittet sie die Schlüssel, sich doch zu zeigen, sie
wird auch nie wieder böse zu ihnen sein. Bald erkennt sie aber, dass die
Schlüssel verschwunden sind. Sie ist deprimiert. Wie soll sie denn bloß
weiterkommen ohne ihre Schlüssel? Dann, letztendlich, akzeptiert sie die
Tatsache, dass die Schlüssel wirklich weg sind. Sie geht also los und lässt
sich Nachschlüssel machen. Das Leben geht weiter. Eine Woche später hat
sie die ganze Geschichte schon vergessen.
Was hat all das damit zu tun, dass die Menschen nicht aufhören zu
rauchen? Alle, die mit dem Rauchen aufhören, machen diese fünf Phasen
durch. Man muss jede spezifische Phase erfolgreich überwinden, um sich mit
der nächsten auseinandersetzen zu können. Manche Leute haben bei einer
gewissen Phase vielleicht Schwierigkeiten, was sie möglicherweise dazu
bringt, rückfällig zu werden. Lassen Sie uns also analysieren, wie ein
abstinenter Raucher diese fünf Phasen erlebt.
Die erste Frage, die ich der Gruppe während des Kurses stellte, war: „Wie
viele von Ihnen denken, dass Sie nie wieder rauchen werden?“ Erinnern Sie
sich noch an die absolut enttäuschende Reaktion auf diese Frage? Es ist
schon bemerkenswert, wenn überhaupt ein oder zwei Teilnehmer hier die
Hand heben. Meistens ist die gesamte Gruppe in einem Zustand der
Verleugnung – sie werden nicht mit dem Rauchen aufhören. Andere Sätze,
aus denen die Verleugnung spricht, sind: „Ich will nicht aufhören zu rauchen!“,
oder: „Ich bin kerngesund, warum sollte ich aufhören?“, oder: „Ich bin da
anders, ich kann das Rauchen kontrollieren, ich rauche nur eine oder zwei am
Tag.“ Durch ihre Verleugnung legen sich die Menschen selbst Steine in den
Weg und haben daher so nur wenige Chancen, erfolgreich aufzuhören.
Wer die Phase der Verleugnung erfolgreich hinter sich bringt, schreitet fort
zur Wut. Man hört so viele Geschichten darüber, wie schwierig es ist, mit
einem Ex-Raucher im Heilungsprozess auszukommen. Ihre Freunde meiden
Sie, Ihr Arbeitgeber schickt Sie heim, manchmal für immer, ganz generell ist
es kein Zuckerschlecken, jetzt mit Ihnen zusammen zu sein. Die meisten
Raucher schließen diese Phase erfolgreich ab.
Das Feilschen ist wahrscheinlich die gefährlichste Phase beim dem
Versuch, mit dem
Rauchen aufzuhören. „Ach, ich könnte doch diese hier
heimlich rauchen, und niemand würde es je erfahren.“ „Heute geht es aber
wieder stressig zu, ich rauche nur die eine, damit ich dieses Problem hier
lösen kann, danach ist wieder Schluss.“ „Vielleicht rauche ich heute noch,
aber höre morgen wieder auf.“ Es kann Monate dauern, bis solche Leute auch
nur den Versuch unternehmen, wieder aufzuhören.
Wenn Sie die Phase des Feilschens erfolgreich abgeschlossen haben,
ohne den ersten Zug zu nehmen, folgt gewöhnlich die Depression. Zum
ersten Mal fangen Sie an, daran zu glauben, dass Sie tatsächlich mit dem
Rauchen aufhören könnten. Aber anstatt außer sich vor Freude zu sein,
beginnen Sie sich zu fühlen, als hätten Sie ihren besten Freund verloren. Sie
erinnern sich an die guten Zeiten mit ihren Zigaretten und schauen weg von
den schädlichen Auswirkungen dieser gefährlichen und schmutzigen Sucht. In
diesem Zustand wird „Tag für Tag“ mehr denn je zu einem Lebensretter. Denn
morgen kommt vielleicht schon die Akzeptanz
